kärnöl-Logo Independent Carinthian Art & Cult
Fri Oct 23 2020 07:25:52 CET
ÜBERBLICK
Aktuell
Glossen
+Alle Beiträge
Autoren
Veranstaltungen
Links
Kontakt
LESERFORUM
Leserbriefe
Reaktionen

Globale Bildung im Bündnis für Eine Welt

r Globale Bildung
im Bündnis für Eine Welt

Krise - Themenschwerpunkt 2009

r Unser aktueller Themenschwerpunkt

www.karawankengrenze.at

r Unser Projekt gemeinsam mit dem Verein Erinnern

Nationalsozialismus in Villach

r Hans Haider:
"Nationalsozialismus
in Villach"
(pdf downloaden)

Jüdinnen und Juden in Kärnten

r Hans Haider:
"Jüdinnen und Juden
in Kärnten"
(pdf downloaden)

Pizzakarton Sgt kärnöl´s Lonely Hearts Club Band

r Nähere Informationen zum schönsten Pizzakarton der Welt

WASSER? - Jetzt gehts um die LEITUNGSKOMPETENZ!

r WASSER?
Jetzt gehts um die LEITUNGSKOMPETENZ!

Bildung - Themenschwerpunkt 2007

r Unser Themenschwerpunkt 2007

(c) Arbeit

r Alle Informationen zum Themenschwerpunkt Arbeit

(c) Eigentum

r Unser Themenschwerpunkt Eigentum
r Überblick über alle Themenschwerpunkte

Kärntner Armutsnetzwerk

Reaktionen auf den Beitrag

Print Version

2011-12-03

Rechte statt Almosen

Rund um den 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, führt das Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung an verschiedenen Orten in Kärnten Straßenaktionen und Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne „Für Soziale Rechtsansprüche, statt mittelalterlicher Gnadenpolitik!“ durch.

Dabei geht es uns um Folgendes:

.

Almosen sind mildtätige, materielle Gaben, die ohne Erwartung einer Gegenleistung an bedürftige Empfänger vergeben werden. Es sind zeitlich begrenzte Abfederungen, bis sich der Empfänger selbst weiter versorgen kann, sei es durch den fairen Lohn einer Arbeit oder – sofern dies dem Menschen (noch) nicht möglich ist – durch eine dauerhafte, vorhersehbare und kalkulierbare soziale Unterstützung.

Mildtätige Zuwendungen wurden Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg gewährt und als „Interimshilfeabkommen“ betitelt. Dabei wurden Lebensmittelspenden aus den USA nach Österreich geliefert, um eine Überbrückungshilfe zu gewährleisten.

Zweifelsohne waren jene Hilfslieferungen überlebenswichtig für die österreichische Bevölkerung. Nicht zu übersehen ist jedoch die grundlegende Idee einer befristeten Hilfe, bis sich die Bevölkerung im neu gebildeten Staat wieder selbst ernähren konnte. Eine Abhängigkeit bestand zwar, jedoch nur über einen gewissen Zeitraum und dies für die breite Bevölkerung nach einem lange dauernden Krieg.

Das Verteilen von Almosen ist nicht nur wenig hilfreich für die alltäglichen Sorgen von armutsgefährdeten Menschen. Es ist auch ein klares Bekenntnis zu einer Zweiklassengesellschaft. Eine Seite, die generös gibt, die andere Seite, die demutsvoll nimmt. Wesentlich zielführender wäre es, die Bevölkerung auf ihre rechtlichen Ansprüche, die ihnen im Sozialstaat Österreich zustehen, aufmerksam zu machen.

Staatlich garantierte Sozialansprüche wurden im Lauf der Geschichte immer durch langwierige Prozesse erkämpft und über jahrzehntelange Prozesse entwickelt. Einmalige oder mildtätige Aktivitäten können eine nachhaltige, gesetzlich garantierte Sozialpolitik, die der Armutsbekämpfung dient, nicht ersetzen. Sozialpolitische Errungenschaften sind ein Abbild der gesellschaftlichen und politischen Kräfteverhältnisse, die maßgeblich von wirtschaftspolitischen Einflussfaktoren bestimmt werden. Einmalige Verteilungsaktionen sind auf verteilungswirksame Effekte zu hinterfragen. Eine „Gnadenpolitik“ der Einmalzahlung an Bedürftige erzielt keine nachhaltige Verbesserung der sozialen Lage und kann gesetzlich garantierte Preisanpassungen nur unzureichend ergänzen.

.

Wir fordern daher

  • Chancengerechtigkeit durch Bildung –
    Bessere Bildungsmöglichkeiten für ALLE!

    Bildung muss im Sinne von Chancengleichheit für jeden Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter, sozialer Herkunft oder ethnischem Hintergrund frei wählbar und kostenlos zugänglich sein! Dies bedarf einer unmittelbaren Reform des österreichischen Bildungssystems.
    Dennoch sind nicht Bildungsdefizite allein die Ursache für individuelle Armutsrisiken, weshalb Bildung keine Patentlösung zur Armutsbekämpfung und –vermeidung darstellen kann.
    .
  • Recht auf Gesundheit
    Im Krankheitsfall muss ein qualitativ hochwertiges, öffentliches Gesundheitssystem allen kostenlos zur Verfügung stehen. Solidarisch erbracht aus dem der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Reichtum. Mit Arbeitsbedingungen, die auch für die im Gesundheitsbereich Tätigen bekömmlich sind.
    Recht auf Gesundheit heißt aber auch, dass die Lebens- und Arbeitsverhältnisse so gestaltet werden (können), dass ein gesundes, erfülltes Leben für Alle möglich ist.
    .
  • Gerechte Verteilung durch Einführung von Vermögenssteuern
    Die weitere Zunahme der Vermögenskonzentration führt zu einer sozialen Schieflage. Ein Prozent der ÖsterrREICHer besitzt ein Dritte des Finanzvermögens. Bei der Vermögenssteuer belegt Österreich innerhalb der EU einen der letzten Plätze. Die Einführung einer Vermögenssteuer auf Privatvermögen über einer Million Euro ist dringend erforderlich!
    .
  • Recht auf faire Beschäftigungsverhältnisse
    Armut trotz Erwerbstätigkeit (working-poor) ist ein Armutszeichen für das achtreichste Land der Welt. Das Recht auf ein existenzsicherndes Einkommen für jeden Mann und jede Frau muss garantiert sein! Eine eigenständige existenzielle Absicherung muss in jedem Lebensalter gewährleistet sein und darf nicht von staatlichen Zuschüssen abhängen.
    .

.

Zum Weiterinformieren

r Sozialstaatliche Sicherung und Almosen. Mit Emmerich Talos. Di, 6.12., 09:00 - 12:00 in Klagenfurt

Engagieren

Mithilfe bei Infoständen wird dringend gebraucht. Es wäre wichtig, wenn uns möglichst viele Engagierte beim Verteilen unserer Folder unterstützen. Geplant sind folgende Aktionen:

♦ Mi, 7.12., 10:00 - 12:00 in Feldkirchen am Schillerplatz
♦ Mi, 7.12., 09:00 - 11:00 in Spittal am Hauptplatz
♦ Mi, 7.12., 09:00 - 11:00 in St. Veit am Hauptplatz
♦ Do, 8.12., 10:20 - 12:30 in Wolfsberg in der Fußgängerzone
♦ Fr, 9.12., vormittags in Villach am Hauptplatz
♦ Sa, 10.12., 10:00 - 12:00 in Klagenfurt am Neuen Platz und in der Durchlassstraße.

Interessierte mögen sich bitte bei Karoline Dertschei, Telefon: 0676 / 34 29 448 • E-Mail: office@armutsnetzwerk.at melden!

Die Kampagne wird unterstützt vom Frauenreferat des Landes Kärnten und Landesrätin Dr.in Beate Prettner

.

Reaktionen Auf den Beitrag reagieren

Keine Reaktionen vorhanden

Reaktionen auf andere Beiträge

.

ZUM NACHLESEN

Freitag, 10. Juli 2020
r Weana Gschicht und Weana Geschichtln
Lesung und Buchpräsentation von und mit Ludwig Roman Fleischer
tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Freitag, 22. November 2019
r Auch Krawattenträger sind Naturereignisse
Thekenlesung und Buchpräsentation von und mit Engelbert Obernosterer
tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Freitag, 11. Oktober 2019
r SCHEISS TERMIN

mit Ali Götz (Lieder, die keiner mehr kennt), Magrimm (art), Peter Laminger (art), Boris Randzio (1m2 Balett), Hans D.Smoliner (Buchpräsentation), Rudi Streifenstein (Thekendekoration), VADA (Buchpräsentation)


tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Dienstag, 18. Juni 2019
r Die letzten hundert Jahre
Thekenlesung und Buchpräsentation von und mit Ludwig Roman Fleischer
tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Dienstag, 9. April 2019
r Elsie Slonim – Meine ersten 100 Jahre

Mit der Kamera auf Spurensuche zwischen Kaiser Franz Josef, dem Holocaust und der Sperrzone auf Zypern.
Ab 18:30 Volxküche


Begegnungszentrum Kreml, Ludwig Walter Straße 29, Villach

Freitag, 7. Dezember 2018
r Bad Weihnachten
Thekenlesung von und mit Ludwig Roman Fleischer
tio pepe, Kaiser-Josef-Platz 3, 9500 Villach

Freitag, 23. November 2018
r SWANGAR
Ausstellungseröffnung, Lesung und Buchpräsentation von Doris Libiseller, Klaus Hollauf und Hans D. Smoliner
Cafe Sternweiss, St. Paul im Lavanttal

Freitag, 13. April 2018
r (Neo)Kolonialismus und Widerstand in Afrika am Beispiel Burkina Fasos, Buchpräsentation mit Günther Lanier
Katholische Hochschulgemeinde Klagenfurt, Nautilusweg 11, 9020 Klagenfurt

Dienstag, 13. März 2018
r Grundeinkommen für alle?! Das bedingungslose garantierte Grundeinkommen und die Zukunft der Erwerbsarbeit. mit Karl Reitter
Begegnungszentrum im Kreml, Ludwig Walther Straße 29, 9500 Villach

Donnerstag, 1. März 2018
r Tagung:#GLEICHBERECHTIGUNG; 01.März bie 03.März, Europahaus Klagenfurt
Europahaus Klagenfurt, 1. Stock, Reitschulgasse 4, 9010 Klagenfurt

r Weitere Dokumentationen