| Inhalt: | Mehr sparen und mehr arbeiten, Abbau sozialer Rechte und von Demokratie: In der Krise wird all das nicht zuletzt oftmals unter Bezug auf Solidarität („jedeR muss jetzt Opfer bringen“) durchgesetzt. Dazu verschärfen sich Armut, Klimawandel und Ressourcenknappheit immer weiter. Zugleich wird immer deutlicher, dass die Gleichsetzung von Wachstum und Wohlstand nicht (mehr) stimmt, was jedoch lange Zeit eine wohlfahrtsstaatliche Kompromissformel der Solidarität war.
Aktuell verallgemeinert sich die Realität der Vielfachkrise ungebremst. Die wirklichen Ursachen bleiben unberührt.
Zugleich gibt es vielfältige Strategien, Projekte und Perspektiven, die Wege aus der Krise eröffnen wollen. Anlass der diesjährigen Tagung ist der Versuch einer Standortbestimmung:
Gibt es eine Krise der Solidarität? Wie ist es um solidarische Strategien und Projekte in der Krise bestellt? Was wären Verbesserungen im Hier und Jetzt? Welche Begrenzungen von Solidarität und emanzipatorischer Politik gibt es aktuell? Wie lassen sich diese überwinden und welche über die bestehende Gesellschaft hinausweisenden Ansatzpunkte sind darin enthalten? Wie lässt sich Handlungsfähigkeit im Sinne der gemeinsamen Verfügungsmöglichkeiten über die eigenen Lebensmöglichkeiten erweitern? Welche solidarischen Wege aus der Krise sind möglich? Wie können wir auf dieser Grundlage eine umfassende, solidarische Transformation von Arbeit, Wirtschaft und Lebensweise denken und angehen?
Tagungsprogramm
9:00-09:30 Ankunft, Kaffee
09:30-12:00 Podium I – Solidarität in der Krise?
- Roland Atzmüller (FORBA, Politikwissenschafter, Uni Linz)
- Friederike Habermann (Autorin, Historikerin, Volkswirtin und Politikwissenschafterin)
- Dieter Behr (Afrique-Europe Interact)
- Michaela Moser (Armutskonferenz)
12:00-13:00 Mittagspause
13:00-15:30 Workshops
- Armut und Soziale Sicherheit
- Arbeit
- Migration
- Ökologie – Ernährung – Klima
15:30-16:00 Pause
16:00-18:30 Podium II – Soziale Sicherheit für alle! Strategien und Perspektiven
- Andreas Exner (Ökologe, Autor, Schwerpunkte: Solidarische Ökonomie, Gemeingüter, Postwachstum)
- Werner Rätz (Autor, freiberuflicher Referent, Attac-AG „Genug für alle!“)
- Sabine Gruber (Herausgeberin „Arbeiten wie noch nie!?“, Sozialwissenschafterin und Gemeinwesenentwicklerin, Attac )
- Friederike Habermann (Autorin, Historikerin, Volkswirtin und Politikwissenschafterin)
Organisatorisches:
Freier Eintritt
Um Anmeldung wird gebeten unter: forster@buendnisfuereinewelt.at
VeranstalterInnen:
Bündnis für Eine Welt, Arbeiterkammer Kärnten, ATTAC-Kärnten, Evangelische Hochschulgemeinde Klagenfurt, Freies Radio AGORA, Initiative bedingungsloses Grundeinkommen Kärnten / Koroška, Institut für Zukunftskompetenzen, Interkultureller Frauengarten Klagenfurt, Katholische Hochschulgemeinde Klagenfurt, Katholische Frauenbewegung Kärnten, Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung, Kulturinitiative kärnöl, ÖBV-Via Campesina Austria, ÖH- Klagenfurt, Renner Institut Kärnten, Soldarisch G`sund, QLU, Permakultur Kärnten, Renner Institut Kärnten, SOL (Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil), UG- Kärnten, Volkshilfe Kärnten, Zentrum für Frauen und Geschlechterstudien, Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik. |